Nomen est Omen 1967

Siegfried Cremer

Künstlerische Entwicklung:


Bis 1955

Kleinformatige Figuren und Reliefs aus Holz

Gegenständliche Malerei und Zeichnung;

kurze, an surrealistischen Vorbildern orientierte Phase


1956

kurze, intensive Auseinandersetzung mit dem Informel


1957/58

Bleireliefs, Drahtplastiken, Zeichnungen


1958/59

Weiße Bilder, Holzcollagen, statische Objekte


ab 1959

Mobile und kinetische Objekte;

ausgehend von der mobilen "Störung" eines statischen Objekts werden die mobilen durch Drehbarkeit sämtlicher Teile zu kinetischen Objekten entwickelt.





ab 1961

Kinetische Plastiken;

weiterentwickelt aus kinetischen Objekten durch zunehmende Reduktion der Schwarz-Weiß-Flächen bis hin zu dünnen Stahldrähten

Die sog. 'Zittergräser' schließlich sind nur aus einem einzigen dünnen Stahldraht bestehende Vibrationsplastiken.


1962 / 63

'Haustiere';

mit diesen insektenartigen, kinetischen Plastiken, die allseitig häng- und stellbar sind, wird erstmals der Bezug auf einen einzigen Aufstellungspunkt aufgegeben


ab 1963

Drahtglasbilder und Objekte aus Verpackungsmaterialien, insbesondere aus Eierhürden


ab 1965

Alphabet- und Buchstabenbilder sowie Namen-Portraits;





1967 - 1974

Aufgrund der Konzentration auf Beruf und Sammlung kommt die eigene künstlerische

Tätigkeit  bis auf wenige Ausnahmen zum Erliegen


Ab 1975

Neubeginn der künstlerischen Tätigkeit anlässlich der Einzelausstellung in der Galerie Reckermann, Köln.

In Anknüpfung an die 'statischen Objekte' von 1959 entstehen zahlreiche neue Arbeiten:

Holzreliefs, denen die Proportionsstudien des Pythagoras zugrunde liegen;

Diptychen, Distanz-, Randzonen-, Zwischenraum- und Vertikal-Bilder, teilweise mit Farbabstrahlung durch eine rückseitige Bemalung, mit denen Spannungsfelder im nur noch imaginär erscheinenden Bildraum aufgebaut werden


1976 – 1979

Winkelskulpturen und Halbkreisplastiken;

Zeichnungen, Gouachen und Collagen


Mit den 'komprimierten Bildern' ist 1979 zugleich der Höhe- und Endpunkt der minimalistischen Arbeiten erreicht





1979/80

Tropf- und Spritz-Zeichnungen, Reißcollagen, 'Bilder von unbestimmter Größe'


1980/81

'Hohlraumbilder' und 'komprimierte Hohlraumbilder'

'Bilder mit Minimal', 'Drahtbilder' aus bewusst geformten dünnen Stahldrähten und 'Wandskulpturen' aus dicken Stahldrähten (Fundstücke)


1981 / 82

Zufallsmalereien (Lauf- und Schüttelstrukturen) auf Papier


ab 1982

'Unbeabsichtigt entstandene Skulpturen' aus Stahldrähten von Großbaustellen in Düsseldorf und Stuttgart (Fundstücke);

durch die ab Ende 1985 hinzugefügten Sockel werden sie zu 'Sockelskulpturen';

Collagen aus "Zivilisationsfossilien" (Fundstücke aus dem öffentlichen Raum, v.a. aus Papier)


1982/83

Motorische Farbstiftzeichnungen


1982 – 84

'Skulpturen über dem Sockel' und 'Skulpturen aus dem Sockel',

das sind auf farbige Kartons collagierte (Flach-)Skulpturen aus geschnittenen und gerissenen Papieren und Pappen;

Collagen aus zerschnittenen Zufallszeichnungen


1984/85

„...mein täglich Bild von D.“,

Mappe mit 6 Offset-Lithographien und einem (jeweils unterschiedlichen) 'verdruckten Druck' nach Fotos, die 1980/81 auf dem täglichen Weg zwischen Wohnung und Kunstakademie entstanden; 1984 unter Mitwirkung von Hans Möller in der Kunstakademie Düsseldorf gedruckt und in der Hofhaus Presse Edition Original 21 erschienen. Auflage: 54 Mappen


Collagen aus "Zivilisationsfossilien", teilweise bemalt;

'Fossilienbilder', einige mit Silberbronze übermalt


1986/87

Collage-Serien aus (verdruckten) Drucken aus „...mein täglich Bild von D.“:

'Landschaft aus Landschaft', 'Landschaft aus Teilen von "...mein täglich Bild von D.", 'Skulptur aus "...mein täglich Bild von D."', 'View aus "...mein täglich Bild von D."', 'Skulptur aus dem Sockel'


seit 1987

Collagen aus Großplakaten





seit 1989

Collagen-Serie aus Einladungskarten: 'Bunte glanzvolle Welt der Kunst'


seit 1990

Gittercollagen, Flechtcollagen, Doppelcollagen, Collagen aus Theaterplakaten, usw.


1993/94

'Winterbilder',

gerissene und/oder geschnittene Pappen mit mehreren Farbschichten (Fundstücke aus der Kunstakademie Düsseldorf / Maltechnik)


1995 – ca. 2012

Collagen aus Einladungskarten zu Kunstausstellungen und aus Bildbänden

(Bildende Kunst, Portrait- und Modephotographie, u.a.)



Atelier (2009)

Atelier, Düsseldorf (2009)

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